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Geschichte

Von einer Hilfsorganisation
zum modernen Dienstleister

Die ersten Studentenwerke entstanden aus der Not heraus. Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich Studenten und Professoren zu Selbsthilfeorganisationen zusammen. Sie gründeten Wirtschaftshilfen, um Studierenden, deren Eltern im Krieg alles verloren hatten, zu helfen. Sie organisierten „Freitische“, eröffneten Mensen und richteten Darlehenskassen ein.

In Stuttgart ergriffen 1921 zwei Professoren, Prof. Veesenmayer und Prof. Dr. Braun, die Initiative und gründeten die Stuttgarter Studentenhilfe e.V., die dann 1932 an der Ecke Schelling-/Seestraße ein Hochschul- und Studentenhaus bauen konnte. Neben dem „Speisungsbetrieb“ gab es eine Bücher- und Zeitschriftenvermittlung, Werkstudentenstellen, eine „Vergünstigungsabteilung“, Wohnamt und Darlehenskasse. Besonders geprägt wurde die Studentenhilfe durch die Ausweitung der Sozialfürsorge mit neuen Abteilungen, so der Krankenkasse, Krankenfürsorge und Tuberkulose-Fürsorge.

Unter den Nationalsozialisten verloren die örtlichen Studentenwerke ihre Selbstständigkeit und wurden zu gleichgeschalteten Dienststellen des Reichsstudentenwerks. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sein Gebäude in Stuttgart vollkommen zerstört.

In den Wirren der Nachkriegszeit wurde am 12. Juli 1947 durch die Förderung von Prof. Dr. Otto Schmid das Stuttgarter Studentenwerk e.V. gegründet und in der Seestraße mit dem Neubau begonnen. Einen großen Einschnitt gab es 1975 durch die Einführung des Studentenwerksgesetzes das Studentenwerk Stuttgart wurde zu einer „Anstalt des öffentlichen Rechts“.

Die Hilfe des Studentenwerks wurde immer mehr in Anspruch genommen. Im Jahre 1953 gab es schon 137 Wohnheimplätze, heute sind es über 6.400. Im Lauf der Jahrzehnte hat sich das Studentenwerk zu einer Institution entwickelt, die aus dem Studienalltag nicht mehr wegzudenken ist.

Die Philosophie der Gründerjahre gilt auch heute noch unverändert Unterstützung und Hilfe für Studierende.